Newsletter Nachhaltige Wissenschaft

schaeffer  |  23. Juli 2012

Prof. Dr. Uwe Schneidewind der Wuppertal Institut fuer Klima, Umwelt, Energie GmbH verkündet im aktuellen Newsletter “Nachhaltige Wissenschaft”, dass das Wissenschaftsjahr „Nachhaltigkeit/Zukunftsprojekt“ Erde mit wegweisenden Impulsen die erste Jahreshälfte beendet hat und sich dabei  auf vielen Ebenen Bewegung abzeichnen lässt. So erlauben wir uns, Ihnen den aktuellen Newsletter, den wir von Herrn Prof. Dr. Schneidewind erhalten haben, vorzustellen:

Am 07.06. wurde das Memorandum zur sozial-ökologischen Forschung “Verstehen – Bewerten – Gestalten. Transdisziplinäres Wissen für eine nachhaltige Gesellschaft“ veröffentlicht, mit dem die sozial-ökologische Forschung inhaltlich, organisatorisch und institutionell gestärkt werden soll. Die Zahl der UnterzeichnerInnen von bisher 850 zeigt eine kraftvolle Community. Eine Unterzeichnung ist noch bis zum Jahresende möglich, die weitere Verbreitung erwünscht.

Auch die Deutsche UNESCO Kommission hat zum Wissenschaftsjahr 2012 ein Memorandum herausgegeben: “Wissenschaft für Nachhaltigkeit – der Durchbruch muss gelingen” Dieses wurde am 14.06. auf einer Veranstaltung vorgestellt und mit Experten diskutiert.

Die engagierten Initiativen aus der Wissenschaft zeigen ihre politische Wirkung in Bundesländern, die Vorreiter für die Thematik sind. In Baden-Württemberg hat das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst aktuell 8 Millionen Euro zur Stärkung des Beitrags der Wissenschaft für nachhaltige Entwicklung ausgeschrieben.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) vergibt ab 2012 den Forschungspreis “Nachhaltige Entwicklungen” im Rahmen des Deutschen Nachhaltigkeitspreises. In einem Wettbewerb werden ForscherInnen ausgezeichnet, die mit ihren Projekten herausragende Beiträge für eine nachhaltige Entwicklung leisten.

Ein Fachgespräch im Forschungsausschuss des Bundestages “Nachhaltigkeits- und Transformationsforschung” am 27. Juni machte ein zunehmendes Interesse auf politischer Ebene deutlich. Die Hauptforderung der geladenen ExpertenInnen war dabei die Partizipation zivilgesellschaftlicher Akteure in Forschungs- und Wissenschaftspolitik.

Auf dem “Runden Tisch Wissenschaftspolitik” am 03. Juli demonstrierten VertreterInnen von Umweltverbänden, Kirchen, Gewerkschaften und Verbraucherschutz ihren gemeinsamen Gestaltungswillen zur Realisierung dieser Partizipation. Die Veranstaltung diente zugleich der Vorbereitung des Aufbaus einer zivilgesellschaftlichen Plattform, die ab August 2012 durch eine Projektstelle bei der Vereinigung der Deutschen Wissenschaftler (VDW e.V.) koordiniert wird.

Mit dieser Kooperation zeigen die zivilgesellschaftlichen Akteure im Feld der Wissenschaftspolitik eine neues Bündnis, das bereits auf dem großen Transformationskongress des DBG, DNR und der EKD Anfang Juni erfolgreich zusammen gewirkt hat. 20 Jahre nach der ersten Rio-Konferenz scheint der Handlungsdruck so groß, dass die Kooperation dieser Pioniere des Wandels an Kraft gewinnt.

Nach der Sommerpause geht es weiter mit interessanten Debatten und Veranstaltungen:

20.-24.08.2012
VÖW-sneep Sommerakademie “Unternehmen Postwachstum- Unternehmensstrategien an den Grenzen des Wachstum”, Berlin

09.10.2012
“Die Rolle der Stiftungen bei der Förderung einer transformativen Wissenschaft”, Berlin

13.09.2012
“Energiewende – Gut vernetzt?” Jahrestagung des Öko-Instituts, Berlin

05.-06.10.2012
“Evidence for Sustainable Development” – Berlin Conference

16.11.2012
“Wahrhaft nützlich. Was kritische Nachhaltigkeitsforschung ausmacht” ISOE, Frankfurt a.M.

10.12.2012
Abschlussveranstaltung in der baden-württembergischen Landesvertretung/ Berlin

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